7 Sehenswürdigkeiten in Muxia an der Costa da Morte / Spanien

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Muxia ist ein malerisches Fischerdorf in Galizien / Spanien. Schmale Gassen und bunte Häuserfassaden machen den Ort so besonders. Neben Finisterre ist Muxia das Ende der Verlängerung des Jakobswegs nach Santiago de Compostela und es war auch mein letzter Stopp auf dem Jakobsweg. Ich hatte sowohl von Finisterre als auch von Muxia vorab Bilder und Videos gesehen und in meinen Augen ist es der schönere Ort für den Abschluss des Caminos. Nachfolgend zeige ich dir die Sehenswürdigkeiten und gebe dir ein paar weitere Infos zu Muxia.

Blick auf den Hafen von Muxía an der Costa da Morte mit ruhigem Wasser, kleinen Booten und der Uferpromenade bei klarem Himmel.
Der Hafen von Muxía – stiller Gegenpol zum Atlantik

Wo liegt Muxia?

Möwe sitzt auf einer Laterne in Muxía, im Hintergrund bunte Häuser und Wohngebäude unter blauem Himmel an der Costa da Morte.
Alltagsszene in Muxía an der Costa da Morte

Muxía liegt im Nordwesten Spaniens in der autonomen Gemeinschaft Galicien, direkt an der wilden Atlantikküste der Costa da Morte. Der kleine Küstenort gehört zur Provinz A Coruña und befindet sich rund 90 Kilometer westlich der Stadt A Coruña sowie etwa 30 Kilometer von Finisterre entfernt.

Eingebettet zwischen schroffen Felsen, weiten Stränden und dem offenen Atlantik liegt Muxía malerisch am Ende der galicischen Halbinsel. Genau genommen liegt Muxia auf einer Landzunge, die den südlichen Abschluss der Buch Ría de Camariñas bildet. Der Ort ist umgeben von grünen Hügeln, kleinen Buchten und einer rauen, naturbelassenen Küstenlandschaft, die typisch für diese Region ist. Besonders markant ist der Felsenhügel Monte Corpiño.

Hand hält einen Mate-Becher vor felsiger Atlantikküste bei Muxia an der Costa da Morte mit Blick auf das Meer.
Ein stiller Moment am Meer von Muxía

Was macht Muxia so besonders?

Für viele Pilger markiert Muxía – neben Finisterre – einen besonderen Endpunkt des Jakobswegs. Über den Camino Finisterre-Muxía ist der Ort fußläufig mit Santiago de Compostela verbunden und wird oft als spiritueller Abschluss der Pilgerreise gewählt. Die Lage direkt am Meer, die Nähe zum berühmten Heiligtum Santuario da Virxe da Barca und die spürbare Kraft des Atlantiks verleihen Muxía eine ganz besondere Atmosphäre.

Muxia ist nicht nur für seine unzähligen Legenden um den Heiligen Sankt Jakob bekannt, sondern leider auch für das größte Schiffsunglück an der galizischen Küste. Für dieses Schiffsunglück wurde ein Monument errichtet, dass ich dir bei den Sehenswürdigkeiten auch zeigen werde.

Des Weiteren ist Muxia nicht so touristisch und überlaufen wie Finisterre. Es ist ein Ort der Ruhe und der Erholung und es soll dort traumhafte Sonnenuntergänge geben, Leider hatte ich mit dem Wetter nicht so Glück, da jeden Abend Nebel aufgezogen ist.

7 Sehenswürdigkeiten in Muxia an der Costa da Morte / Spanien

Nachfolgend zeige und erläutere ich dir nun die Sehenswürdigkeiten dieses süßen Städtchens in Galizien / Spanien:

  1. Kirche Santuario da Virxe da Barca – spirituelles Herz von Muxía
  2. Der Leuchtturm von Muxía und das tosende Meer der Costa da Morte
  3. Der Hafen – Porto de Muxía
  4. La Herida (A Ferida), Mirador Jesús Quintanal und der 0,0-km-Stein
  5. Miradoiro do Monte Corpiño – 360° Aussicht über Muxía und die Costa da Morte
  6. Freistehender Glockenturm am Friedhof von Muxia
  7. Strände von Muxia
    • Praia do Coido
    • Praia Da Cruz
    • Praia Espiñeirido

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1. Der Hafen von Muxia – Porto de Muxía / 7 Sehenswürdigkeiten in Muxia an der Costa da Morte / Spanien

Der Hafen von Muxía ist klein, authentisch und spielt eine zentrale Rolle für das Leben des Ortes. Er ist kein großer Yachthafen, sondern ein traditioneller galicischer Fischerhafen, der bis heute aktiv genutzt wird – und genau das macht ihn so besonders. Er präsentiert sich modern und farbenprächtig.

Traditioneller Fischerhafen

Im Hafen von Muxía liegen überwiegend kleine bis mittelgroße Fischerboote, die täglich zum Fang auf den Atlantik hinausfahren. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag kannst du beobachten, wie Netze repariert, Kisten entladen und Fänge angelandet werden – ein ehrlicher Einblick in den Alltag der Küstenbewohner.

Geschützter Hafen an der Costa da Morte

Trotz der rauen Atlantikküste bietet der Hafen einen gewissen Schutz vor Wind und Wellen. Gleichzeitig spürt man hier die Nähe zum offenen Meer sehr deutlich – die Costa da Morte zeigt sich auch im Hafen von ihrer kraftvollen Seite.

Zentrum für Fisch & Meeresfrüchte

Der Hafen ist eng mit der lokalen Küche verbunden. Frischer Fisch, Pulpo, Muscheln und Meeresfrüchte prägen die Restaurants rund um den Hafen. Was hier serviert wird, kommt oft direkt aus dem Meer vor der Tür. Eine Besonderheit sind die Entenmuscheln (span. Percebes). In den meisten Monaten dürfen hiervon täglich nur 5 Kilo abgebaut werden (im Dezember 7kg).

Treffpunkt für Einheimische & Pilger

Für Pilger, die den Jakobsweg bis Muxía gehen, ist der Hafen oft ein Ort des Ankommens und Durchatmens. Viele setzen sich hier einfach ans Wasser, lassen die Beine baumeln, beobachten das Meer und reflektieren ihre Reise. Er ist natürlich auch ein Treffpunkt für Pilger aus aller Welt.

Blick auf den Strand und die bunten Häuser von Muxia mit Hafen, Booten und dem felsigen Hügel im Hintergrund an der Costa da Morte.
Muxía von seiner ruhigen Seite

2. Santuario da Virxe da Barca – spirituelles Herz von Muxía

Das Santuario da Virxe da Barca liegt spektakulär auf den Felsen direkt am Atlantik, etwas außerhalb des Zentrums von Muxía. Kaum ein Ort an der Costa da Morte verbindet Naturgewalten, Spiritualität und jahrhundertealte Legenden so intensiv wie dieser.

Der Name „Virxe da Barca“ (Jungfrau vom Boot) geht auf eine Legende zurück, nach der die Jungfrau Maria in einem steinernen Boot an dieser Küste erschienen sein soll, um den Apostel Jakobus zu ermutigen, seine Mission in Galicien fortzusetzen. Die Überreste dieses mystischen Bootes sollen die großen Granitfelsen rund um das Heiligtum sein.

Das heutige Sanktuarium wurde im 18. Jahrhundert errichtet, nachdem frühere Bauten durch Stürme und Brände zerstört wurden. Besonders eindrucksvoll ist die Lage: Das tosende Meer schlägt direkt gegen die Felsen, während das Gotteshaus ruhig und fast schützend über der Küste thront. Viele Pilger empfinden diesen Ort als einen der emotionalsten Punkte ihrer Camino-Reise – selbst jene, die nicht religiös sind.

Als ich die Kirche betreten habe, spielten traumhafte Klänge gregorianischer Musik, die mich wirklich verzaubert haben. Es handelt sich um eine wirklich schöne Kirche in der man als Pilger auch einen Stempel bekommt. Es handelt sich außerdem um einen der ältesten Wallfahrtsorte in Galizien und stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert.

Blick auf die Kirche Santuario da Virxe da Barca in Muxia auf Felsen direkt am Atlantik an der Costa da Morte in Galicien.
Das Santuario da Virxe da Barca über dem Atlantik
Innenansicht des Santuario da Virxe in Muxia, Spanien – Pilger können hier einen Stempel erhalten
Blick ins Innere des Santuario da Virxe, wo Pilger ihre Stempel erhalten und die spirituelle Atmosphäre genießen können

Die heiligen Steine beim Santuario da Virxe da Barca in Muxía – Magie, Mythen und Rituale

Rund um das Santuario liegen mehrere riesige Granitblöcke, die seit vorchristlicher Zeit als heilig gelten. Diese Steine sind eng mit keltischen Traditionen verbunden und wurden später in den christlichen Glauben integriert. Mir waren diese besonderen Steine bei meinem Besuch von Muxia gar nicht bekannt, weshalb ich keine Bilder davon gemacht habe. Dennoch möchte ich sie in meinem Blogbeitrag erwähnen und erklären.

Pedra de Abalar – der „schwingende Stein“

Die Pedra de Abalar ist der bekannteste der heiligen Steine. Es handelt sich um einen tonnenschweren Felsblock, der – richtig berührt – leicht schwingen kann.
Der Volksglaube sagt:

  • Wer den Stein bewegen kann, ist frei von Schuld
  • Der Stein soll bei Ehrlichkeit schwingen und bei Lügen still bleiben
  • Frauen kamen früher hierher, um sich Fruchtbarkeit oder eine gute Geburt zu wünschen

Bis heute versuchen Besucher vorsichtig, den Stein in Bewegung zu bringen – oft mit ehrfürchtigem Staunen.

Pedra dos Cadrís – der Stein der Rückenschmerzen

Die Pedra dos Cadrís liegt etwas niedriger und besitzt eine bogenartige Öffnung.
Der Überlieferung nach hilft es bei:

  • Rückenschmerzen
  • Gelenkbeschwerden
  • allgemeinen körperlichen Leiden

Das traditionelle Ritual besteht darin, neunmal unter dem Stein hindurchzugehen – eine Zahl, die in vielen alten Kulturen als magisch gilt.

Pedra do Timón – der „Steuerstein“

Die Pedra do Timón soll der Legende nach das Steuerruder des steinernen Bootes Marias gewesen sein. Dieser Stein steht symbolisch für:

  • Orientierung
  • Schutz auf Reisen
  • das Finden des richtigen Lebensweges

Gerade Pilger bleiben hier oft kurz stehen, bevor sie ihren Weg fortsetzen oder bewusst beenden.

Ein Ort zwischen Heidentum und Christentum

Die heiligen Steine von Muxía sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie sich keltische Naturreligionen und christliche Pilgertraditionen über Jahrhunderte miteinander vermischt haben.
Noch heute finden rund um das Sanktuarium Prozessionen, Wallfahrten und Feste statt – allen voran die Romería da Virxe da Barca im September.

Ob aus religiösen Gründen, aus Neugier oder wegen der atemberaubenden Lage:
Das Santuario da Virxe da Barca ist ein Ort, der lange nachwirkt – besonders nach einer Pilgerreise.

Rauhe Felsküste bei Muxia nahe dem Santuario da Virxe da Barca mit tosenden Wellen an der Costa da Morte.
Die rohe Kraft des Atlantiks an der Costa da Morte

3. Der Leuchtturm von Muxía und das tosende Meer der Costa da Morte / Spanien

Der Leuchtturm von Muxía (Faro de Muxía) steht auf den schroffen Felsen der Punta da Barca, dort wo das Land abrupt endet und der Atlantik seine ganze Kraft entfaltet. Er ist kein hoher, monumentaler Leuchtturm, sondern eher zurückhaltend – und gerade das macht ihn so besonders.

Rund um den Leuchtturm branden die Wellen unaufhörlich gegen die dunklen Granitfelsen. Der Wind trägt den salzigen Geruch des Atlantiks heran, Möwen kreisen über dem Wasser und das Dröhnen der Wellen ist allgegenwärtig. An stürmischen Tagen scheint das Meer hier zu kochen – wild, laut und unberechenbar. Genau dieses Zusammenspiel aus Naturgewalt und Ruhe macht den Ort so faszinierend.

Die Costa da Morte, die „Küste des Todes“, verdankt ihren Namen den zahlreichen Schiffsunglücken, die sich hier über Jahrhunderte ereignet haben. Nebel, starke Strömungen und plötzliche Stürme machten diese Küste für Seefahrer besonders gefährlich. Auch heute noch spürt man diese raue Geschichte, wenn man am Leuchtturm steht und auf den offenen Ozean blickt.

Gleichzeitig hat das tosende Meer etwas Meditatives. Wer eine Weile innehält, merkt, wie Gedanken leiser werden und der Blick sich verliert in den endlosen Bewegungen der Wellen. Für viele Pilger ist dieser Ort ein Moment des bewussten Ankommens – nicht nur geografisch, sondern auch innerlich.

Der Leuchtturm von Muxía ist kein Ort großer Worte. Er ist ein Ort des Spürens: von Wind auf der Haut, von salziger Gischt im Gesicht und von der Ehrfurcht vor der Natur. Gerade deshalb bleibt dieser Platz so lange im Gedächtnis – als stiller Wächter an einer der wildesten Küsten Europas.

Hier hätte ich stunden verweilen können und dem tosenden Meer zu lauschen. Wenn du in das wilde Tosen des Meeres und das Pfeifen des Windes eintauchen und dabei entspannen möchtest, schaue dir gerne mein ASMR Video von hier an.

Leuchtturm Faro de Muxia mit tosenden Wellen und spritzender Gischt an der rauen Küste der Costa da Morte.
Faro de Muxía und die Kraft des Meeres

4. La Herida (A Ferida), Mirador Jesús Quintanal und der 0,0-km-Stein

Unweit des Santuario da Virxe da Barca liegt ein Ort, der stiller ist als das tosende Meer – und gerade deshalb tief berührt: La Herida, auf Galicisch A Ferida („Die Wunde“). Das monumentale Mahnmal erinnert an die Ölpest der Prestige im Jahr 2002, als große Teile der galicischen Küste durch ausgelaufenes Schweröl verseucht wurden. Die offene, zerklüftete Granitform symbolisiert die Verletzung der Natur – eine Wunde, die bis heute im kollektiven Gedächtnis Galiciens nachhallt.

Mahnmal A Ferida in Muxia an der Costa da Morte, mit sichtbaren Schmierereien auf der Granitoberfläche.
A Ferida – die Wunde der Küste

Direkt daneben befindet sich der Mirador Jesús Quintanal, ein Aussichtspunkt, der einen weiten Blick über die Costa da Morte eröffnet. Von hier aus wirkt das Meer endlos, fast ruhig – und doch trägt es all die Geschichten von Leid, Verlust, aber auch von Hoffnung in sich. Der Kontrast zwischen der Schönheit der Landschaft und der Erinnerung an die Umweltkatastrophe macht diesen Ort besonders eindringlich.

Für Pilger hat dieser Platz eine zusätzliche, sehr persönliche Bedeutung: Hier befindet sich der 0,0-km-Stein von Muxía. Er markiert für viele das symbolische Ende des Jakobswegs – oder vielleicht auch den Anfang von etwas Neuem. Nach all den Kilometern, Begegnungen und inneren Prozessen steht man plötzlich vor diesem unscheinbaren Stein und merkt, wie viel der Weg verändert hat.

Der 0,0-km-Stein ist kein lauter Abschluss. Er ist leise. Er lädt dazu ein, kurz stehen zu bleiben, zurückzublicken und das Erlebte wirken zu lassen. In Kombination mit A Ferida bekommt dieser Moment noch mehr Tiefe: Der Weg endet an einem Ort, der mahnt, erinnert und zugleich Hoffnung trägt.

Gerade diese Mischung macht den Mirador Jesús Quintanal so besonders. Er ist Aussichtspunkt, Gedenkort und Pilgerziel zugleich – ein Platz, an dem Natur, Geschichte und persönliche Reise auf berührende Weise zusammenkommen.

Pilgerin Jennifer Alka steht am 0,0-km-Stein von Muxía, im Hintergrund das Denkmal A Ferida an der Costa da Morte.
Ankommen am Ende von meinem Jakobsweg

5. Miradoiro do Monte Corpiño – 360° Aussicht über Muxía und die Costa da Morte

Der Miradoiro do Monte Corpiño liegt oberhalb von Muxía und gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Von hier aus eröffnet sich normalerweise eine atemberaubende 360°-Rundumsicht über die Stadt, den Atlantik und die zerklüftete Küste der Costa da Morte. Besonders zum Sonnenuntergang soll dieser Ort magisch sein, wenn das Licht das Meer in warme Farben taucht.

Als ich oben ankam, lag feiner Nebel über der Landschaft. Die große Fernsicht blieb zwar aus, doch Muxía selbst war noch gut zu erkennen – die Häuser, die Küstenlinie und auch die Kirche zeichneten sich weich und leicht verschwommen unter mir ab. Der Blick wirkte dadurch nicht weniger schön, sondern fast wie gemalt, als hätte der Nebel die Szene bewusst gedämpft, statt sie zu verbergen.

Diese besondere Stimmung machte den Moment unerwartet intensiv. Der Ort wirkte mystisch und zeitlos, als würde er sich nur für einen Augenblick öffnen. Auch ohne spektakulären Sonnenuntergang hatte dieser Aussichtspunkt eine starke Wirkung auf mich: ruhig, getragen und voller Atmosphäre. Manchmal braucht es keine klare Sicht bis zum Horizont – manchmal reicht es, die Dinge nur schemenhaft zu sehen, um sie umso tiefer zu fühlen. Und das beste war, durch das „schlechte“ Wetter, hatte ich diesen magischen Ort ganz für mich alleine.

Der Miradoiro do Monte Corpiño hat mir gezeigt, dass Schönheit nicht immer in klarer Sicht liegt – manchmal liegt sie im Nebel, in der Stille und im bewussten Dasein.

Blick vom Miradoiro do Monte Corpiño über Muxia im Nebel mit Steinkreuz und 360°-Aussicht an der Costa da Morte.
Muxía im Nebel vom Monte Corpiño

6. Freistehender Glockenturm am Friedhof von Muxia (Geheimtipp)

Etwas oberhalb des Ortskerns von Muxía, nahe des Friedhofs und der Kirche Santa María, steht ein freistehender Glockenturm, der leicht übersehen wird und gerade deshalb seinen besonderen Reiz hat. Er gehört nicht direkt zu einem großen Kirchenkomplex, sondern wirkt fast wie ein eigenständiger Punkt in der Landschaft. Er ist nirgends als Attraktion vermerkt und daher eher ein Geheimtipp.

Der Turm steht auf felsigem Untergrund und fügt sich unauffällig in die Umgebung ein. Von hier aus öffnet sich der Blick über Teile der Stadt und hin zur Küste, während rundherum eine stille, fast nachdenkliche Atmosphäre herrscht. Die Nähe zum Friedhof verleiht dem Ort eine gewisse Ernsthaftigkeit. Die dazugehörige Kirche war leider verschlossen.

Freistehender Glockenturm beim Friedhof von Muxianahe der Kirche Santa María an der Costa da Morte.
Der Glockenturm bei der Kirche Santa María

7. Die Strände von Muxia / 7 Sehenswürdigkeiten in Muxia an der Costa da Morte / Spanien

Muxía ist deutlich kühler als viele andere Regionen Spaniens, da der Ort direkt am offenen Atlantik liegt. Selbst Ende Juni war das Wasser für mich sehr kalt, auch wenn die Lufttemperaturen angenehm waren. Die Atlantikbrise und das wechselhafte Wetter sorgen dafür, dass es hier selten richtig heiß wird.

Die Wassertemperatur liegt im Sommer meist nur bei etwa 16–18 °C, was das Baden eher zu einer kurzen Abkühlung macht als zu entspanntem Schwimmen. Dazu kommen stellenweise starke Strömungen und hoher Wellengang, besonders an offenen Stränden. Ich habe das Meer deshalb mehr vom Ufer aus genossen – als kraftvolle Kulisse, nicht als Badeort.

Natürlich bleibt es dir selbst überlassen, ob du (ggf. nach deinem Jakobsweg) ein Bad im kühlen Meer nehmen möchtest und deshalb führe ich dir die Strände mit auf. Man kann ja auch nur so ein bisschen am Strand relaxen, ohne zu baden.

Praia do Coido

Die Praia do Coido liegt geschützt in einer kleinen Bucht nahe dem Zentrum von Muxía. Der Strand ist von Felsen eingerahmt und wirkt dadurch ruhig und fast intim.

Praia do Coido in Muxia bei Flut mit unruhigem Wasser und zugezogenem Himmel an der Costa da Morte.
Atlantikstimmung am Praia do Coido

Praia da Cruz

Die Praia da Cruz ist ein kleiner, eher naturbelassener Strand in Stadtnähe. Er wird vor allem von Einheimischen genutzt und strahlt eine unaufgeregte, authentische Atmosphäre aus. Durch die Nähe zum Ort ist er perfekt für eine kurze Pause am Meer, ohne die Stadt wirklich zu verlassen.

Blick von oben vom Gehweg auf den Praia da Cruz in Muxia, Spanien – goldener Sandstrand, sanfte Wellen und felsige Küstenformationen
Vom Gehweg aus aufgenommen: Der malerische Praia da Cruz mit Sandstrand und Felsen in Muxía

Praia Espiñeirido

Die Praia Espiñeirido liegt etwas außerhalb von Muxía und wirkt deutlich wilder als die anderen Strände. Hier trifft offener Atlantik auf raue Küste – Wind und Wellen prägen das Bild. Der Strand ist ideal für alle, die die Kraft der Costa da Morte spüren möchten und einen ruhigen, ursprünglichen Ort abseits der Wege suchen.

lick von oben vom Holzsteg auf den Praia Espiñeirido in Muxía, Spanien – Sandstrand, felsige Küste und Wellen des Atlantiks während einer Wanderung zum Rio Negro
Vom Holzsteg aus fotografiert: Der idyllische Praia Espiñeirido mit Sandstrand, Felsen und Atlantikwellen in Muxía

Warum heißen die Strände in Galizien eigentlich „Praia“?

Da ich sowohl ein bisschen Portugiesisch als auch Spanisch spreche, habe ich mich gefragt, warum die Strände in Finisterre oder auch in Muxía, obwohl sie ja in Spanien liegen, „Praia“ anstelle von „Playa“ heißen. Die Erklärung ist ganz einfach: Galicien hat seine eigene Sprache, Galicisch bzw. Galego. Interessant ist, dass Galicisch dem Portugiesischen sehr nah verwandt ist – beide stammen aus der mittelalterlichen Sprache Galicisch-Portugiesisch. Deshalb klingt „Praia“ im Galicischen genauso wie im Portugiesischen und bedeutet schlicht „Strand“.

Mein Fazit zu Muxia:

Für mich war das Ankommen in Muxia, ja das Ende meines Jakobswegs. Vorher bin ich von Porto nach Santiago de Compostela und danach über Finisterre nach Muxia gepilgert. Auch wenn viele vom berühmten Kap Finisterre als Ende des Jakobswegs schwärmen, ich bin froh, die Route auf diese Weise in Muxia abschließen zu können. Ausführliche Erfahrungsberichte zu meinen Jakobswegen werden auch noch folgen.

Muxia hat für mich einen unglaublichen Charme, den ich irgendwie in Finisterre vermisst habe. Die Gässchen mit ihren bunten Häuschen, die Wallfahrtskirche und die malerische Küste haben mich total begeistert und ich habe mir ein paar Tage Entspannung gegönnt, bevor es zurück nach Porto ging. Falls du nicht ausreichend Zeit für ein paar Urlaubstage in Muxia hast, gibt es auch von Santiago aus eine Tour in der du Finisterre und Muxia an einem Tag besichtigen kannst.

Meinen kompletten Jakobsweg von Porto über den Camino Portugues Central + Variante Espirtual und den weiteren Weg nach Finisterre und Muxia kannst du übrigens auch auf meinem Jakobsweg Vlog verfolgen.

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Wie kommt man am besten nach Muxia oder zurück nach Santiago de Compostela?

Falls du nicht pilgern willst, kannst du auch eine Busfahrt mit der Firma Moonbus buchen. Ich habe für mein Ticket zurück nach Santiago 6,75 Euro gezahlt. Normalerweise kann man die Tickets online buchen, jedoch hat es bei mir nicht geklappt, weshalb ich das Rückfahrtticket direkt am Busbahnhof in Muxia gekauft habe.

Falls du deinen Rückflug wie ich von Porto hast, kann ich dir für den Kauf den Bustickets von Santiago de Compostela nach Porto die Webseite Omio (Anzeige) empfehlen. Hier kann man ganz einfach online buchen und die Fahrt auswählen. Hier hatte ich glaube ich 2 Tage vorher gebucht und 31 Euro gezahlt.

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Wo bekommst du die Pilgerurkunde?

Die Pilgerurkunde für deinen Jakobsweg von Santiage de Compostela bekommst du im Touristenbüro. Solltest du vorher in Finisterre gewesen sein, ist es wichtig als nachweis, dass du den Weg zu Fuß gegangen bist, einen Stempel aus der Stadt Santo Estevo de Lires zu haben. Falls du dort übernachtest, bekommst du ihn in der Unterkunft und ansonsten gibt es einige Restaurants und Cafes.

Außenansicht des Tourismusbüros von Muxia, Spanien – hier erhalten Pilger ihre Pilgerurkunde
Das Tourismusbüro von Muxía von außen – der Ort, an dem Pilger ihre Pilgerurkunde Muxiana erhalten

Unterkünfte in Muxia:

Falls du länger als einen Tag in der Gegend bleiben möchtest, habe ich dir auch eine Übersichtskarte mit Unterkünften in der Nähe erstellt. Diese Karte hat den Vorteil, dass sie die Angebote mehrerer Buchungsplattformen vereint.

Ich selbst war im Hostel Muxia Mare (Anzeige) und damit super zufrieden.

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Jakobsweg für Anfänger – Die häufigsten Fragen erklärt

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Packliste für den Jakobsweg

Erfahrungsbericht zum Jakobsweg: Camino Portugues de la Costa – Der Küstenweg in 13 Etappen

Übersicht Etappen auf dem Camino Portugues de la Costa inkl. Übernachtungskosten und Etappenplanung

Camino Portugues Central + Camino Espiritual 2025: Etappen inkl. Übernachtungskosten und Etappenplanung

YouTube Video meiner Stadterkundung von Muxia:

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